WORLD OF TEXT

Archive for März 2009

Srebrenica, im Juli 1995. Als serbische Einheiten die Stadt erobern, werden innerhalb weniger Tage mehr als 7.000 Menschen hingerichtet. Ärzte ohne Grenzen ist als einzige Hilfsorganisation vor Ort und bittet die Organisation Translators without Borders um Unterstützung: eine Zeugenaussage von über 8.500 Wörtern der Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen muss über Nacht ins Englische übersetzt werden.
Translators without Borders (TWB) ist der Name der englischsprachigen Sektion der 1993 durch Eurotexte in Paris gegründeten Organisation Traducteurs sans Frontières (TSF). Die unabhängige, international tätige Nichtregierungsorganisation stellt anderen Hilfsorganisationen kostenfreie Übersetzungs- sowie Dolmetschdienste zur Verfügung.
Berichte über bewaffnete Auseinandersetzungen im Sudan, die Verbreitung von Tuberkulose in der Ukraine, Folteropfer in Tschetschenien oder armenische Straßenkinder sind nur einige Beispiele des Arbeitsspektrums der ehrenamtlichen Übersetzer. Die Organisation und ihre freiwilligen Mitarbeiter übersetzt jedes Jahr Berichte, Interviews oder Dokumentationen von insgesamt mehr als einer Million Wörtern. Mit der Unterstützung weiterer freiwilliger Mitarbeiter könnte jedoch noch vielen weiteren Organisationen geholfen werden. Auf der TSF-Homepage finden interessierte Übersetzer und Dolmetscher ausführliche Informationen über Möglichkeiten eines freiwilligen Engagements.

-Jana

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I recently had a very interesting discussion about language death – Fips of A Mind @ Play stood his ground on the standpoint that language death was possible, especially through language generalization (such as the overimportance of a lingua franca). I argued that languages would diminish in influence, but never die out completely, since from a cultural standpoint a language was far too valuable to actually let it die. However, we have two definitions of death in that argument, which makes it a moot point to discuss until death has been defined.

Fips uses the word death in the context of „not in use anymore“ – you will not find a native speaker, or if you do, he is one of only a handful native speakers left of that language. Languages were originally used as a spoken tool, and therefore any language that is not spoken anymore can be considered dead.

For me, language is more than just a verbal means of communication. I agree that a language that is not used for that purpose anymore is severely diminished in importance, however that does not mean it is eradicated from common knowledge and culture. For me, the death of a language entails the complete destruction of all its components – we forget its history, its grammar, its cultural value – due to it being extremely old, or due to some disaster that wiped out a whole people, or similar happenstances. Languages like Hebrew, that existed as written versions only due to diminishing use, were revived, and other languages, like Latin, are still well-known and culturally important.

One of the most astonishing resurgences of a language has been the native language of the Maori, New Zealand’s aboriginal people. It was almost completely wiped out by the colonization of New Zealand, and only in the 1980s after a series of studies Maori was put onto the endangered languages list and systematically restored. Nowadays, there a two Maori-only TV Channels, and many loanwords have adapted into the general New Zealand dialect of English, showing us that even non-Maori (or pakehas) have partially embraced the culture. Although it will probably never regain its original influence, Maori is not in any immediate danger of „dying out“ anymore.

More on Maori on Wikipedia.

-Moritz

Nous le savons tous le français est une langue difficile, la conjuguaison, la grammaire, la syntaxe…Beaucoup d’erreurs, de redondances sont commises et cela le plus souvent intentionnellement. À l’heure où la mode est à l’écriture et l’ortographe façon „texto“, il est bon parfois de faire une séance de rattrapage ortographique et grammaticale.

Sur le site de l’Académie française, une page est consacrée aux questions les plus fréquemment posées sur certains points de la langue. Ces questions sont bien entendu accompagnées de réponses simples et éclairantes.

De nos jours certains aspects de la langue sont carrément devenus litigieux: impossible de savoir par exemple si l’expression est „au temps pour moi“ ou „autant pour moi“. Le très en vogue „au jour d’aujourd’hui“ y est également traité tout comme „le haricot“/“l’haricot“ ou encore la faute courante „malgré que“…(presque) tout y passe et attention aux idées reçues, vous allez peut-être être surpris!

Je vous donne le lien de cette page, n’hésitez pas à la consulter, elle est très pertinente.

Questions de langue

-Maxime

Ich schrieb erst gestern über die progressive Veränderung von Internetabkürzungen, doch das ist natürlich nur ein kleiner Teil der Sprachveränderungen im Internet. Das von mir verwendete Zitat birgt einen weiteren, wichtigen Teil der heutigen Online-Sprachgebären.

In der Vormachtstellung der Sprachen im Internet liegt das Englische weit vorn (man muss dabei jedoch begutachten, dass ich aus einer europäischen Sichtweise schreibe, ich kann daher nicht nachvollziehen ob für den Ostasiatischen Bereich nicht zum Beispiel Chinesisch die Vormachtstellung hat), auch wenn man natürlich die Sprache im Internet längst nicht mehr als reines Englisch bezeichnen kann.

Während der durchschnittliche Englisch-Muttersprachler nur ab und zu in gewissen Nischen mit Wörtern aus anderen Sprachen im Internet konfrontiert wird (Deutsch ist die zweitmeistgesprochene Sprache im Internet nach Englisch, sprich vielleicht versteht sie ihr Amerikanischer Chatkollege mehr als sie denken?), so sind Englische Begriffe für fast alles im Internet schon Standard. Ein Beispiel: Instant Messaging, ein Dienst wie zum Beispiel ICQ ihn anbietet. Das ganze wird zu IM abgekürzt, ICQ ist bereits eine Abkürzung, und wenn jemand eine Nachricht erhält, so kann er dies kurz mit „mom, msg“, oder „mom, da IMt mir jemand“ oder „sec, icq“ abkürzen – aber all das hatte ich bereits im letzten Artikel erwähnt, warum also nochmal?

Weil viele Englische Begriffe, die uns nun schon fast ins Internet-Fleisch und Blut übergegangen sind, auch in anderer Form verwendet werden – aus Abkürzungen werden Verben, Gerundien und zum Teil ganz andere Wörter. Wo wir wieder beim Zitat des letzten Artikels wären: geheadyt – das Originalwort ist head shot, oder Kopfschuss, eine besonders effiziente Weise, seinen Gegner in gewissen Computerspielen auszuschalten (über dessen Validität in unserer Gesellschaft ich mich jetzt nicht auslassen will) – dieser Begriff wird verkürzt und in ein deutschklingendes Verbgerüst gesteckt. Sehr oft wird auch noch versucht, die Englische Vergangenheitsform wenigstens halbwegs richtig dranzuhängen, weswegen geheadyt auch mal mit ed hinten dran zu sehen sein kann. Die Schreibweise des Wortes ist in dem Sinne auch nicht weiter wichtig, es geht um die Fehlnutzung von Lehnwörtern, die sich so einbürgern, dass die betroffene Person bald nicht mal mehr weiß, dass sie das Wort Kopfschuss benutzt hatten – geheadyt kann und wird im übertragenen Sinn in Computerspielen auch schon einfach für einen schnellen, effizienten Abschuss benutzt, und die nächste Spielergeneration setzt „in einem Spiel jemanden erschießen“ vielleicht sofort mit „headyn“ gleich.

Ich möchte an dieser Stelle abschließend sagen, dass mich die derzeitige Sprachentwicklung der Internetsprachen nicht stark beunruhigt – ich gehöre zu einer der ersten Generationen, die das Internet in globalem Aufstieg erlebt haben, und bin daher relativ liberal, wenn es um Internetbegriffe geht. Wenn ich aber jemanden auf der Straße begegne, der als Antwort auf einen guten Witz laut „LOL!“ brüllt, anstatt einfach zu lachen, dann hoffe ich, dass Internetsprache auch Internetsprache bleibt, und dass der Trend zu wertvoller Sprache hingeht – wo jedes Wort eine Inflektion, einen Stamm, und eine Intonation hat. Und nicht, wo wir uns nurnoch durch Buchstabenreihen ausdrücken und versuchen, im echten Leben Smilies mit unseren Händen zu formen – dafür haben wir Gesichter.

-Moritz

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Als Sprachenblog haben wir in letzter Zeit so diversifiziert wie möglich berichtet (und es werden noch Artikel in/über anderen Sprachen erscheinen!), doch heute möchte ich über eine „Sprache“ sprechen, die mehr ein regionaler Dialekt als alles andere ist.

In vorigen Artikeln hatte ich bereits Leetspeak angesprochen, ein Internetphänomen, das nunmehr fast ausgestorben ist. Doch Internetdialekte bestehen weiterhin, und es entwickelt sich parallel zu den restlichen Sprachen.

Es fing an mit ein wenig harmlosen Internetvokabular, zu Zeiten von 56k Modems, wo sogar chatten teuer war – man musste Sätze und Wörter abkürzen, um die gleiche Bedeutung, aber bedeutend weniger Wörter zu übermitteln. Aus Lachen wurde lol, aus „bin mal eben weg“ wurde afk, und so weiter – für eine Auflistung den früheren Artikel durchstöbern oder diese sehr lange Liste (Achtung – die Liste will vollständig, und nicht effizient sein, daher nicht jeden Begriff als „allseits bekannt“ ansehen) durchgehen.

Doch Sprache verändert sich, und Internetsprache ist keine Ausnahme. Besonders das Vokabular musste sich öfter und öfter den neuen Sprachbegebenheiten, und gewisse Begriffe wurden „in“, dafür andere wieder „out“. Ich nutze die Begriffe in und out hier absichtlich als Zeichen dafür, dass wir nurnoch selten die Begriffe in und out benutzen, und je nach sozialem Kreis eher eines ihrer Synonyme (ich zum Beispiel bin immer noch ein Fan des cool, uncool, wobei das schon längst nicht mehr „cool“ ist).

So war lol (laughing out loud) nicht mehr ausreichend, und es wurden Variationen des Wortes geboren, um die Ansprüche der Internetgesellschaft eines neuen, trendigen Begriffes zu erfüllen. Es gab neue lols – lawl, lul, lulz, löl, und noch Dutzende, wenn nicht Hunderte mehr. Dass die neuen Abkürzungen im Endeffekt nicht mehr auf Laughing out Loud zurückzuführen waren, ist nicht weiter von Bedeutung, da jeder Nutzer der neuen lols natürlich wusste, woher das Wort stammt, und daher die Bedeutung instinktiv kennt. Ein Außenstehender ist natürlich verwirrt. Dies passierte natürlich nicht nur mit lol, sondern mit fast jedem Begriff, der im Internet öfters benutzt wurde. besonders beliebte Variationen von rofl (rolling on floor laughing) sind atomrofl, roflcopter, oder gar rolf.

Ich habe nur zwei Beispiele gewählt, und von denen noch die Sinnigsten neuen Alternativen, aber das Thema greift tiefer als so mancher Sprachwissenschaftler vermuten würde. Ein kleines Beispiel – das Synonym löl(z) für lol ist Hauptsächlich im Deutschen Online-Sprachgebrauch entstanden, da im Englischen keine Umlaute existieren. Andere Muttersprachler und Internetnutzer aus Ländern mit Umlaut könnten das Synonym ohne Probleme verstehen, Englisch-Muttersprachler würden anhand der Stellung der L’s wahrscheinlich auch relativ schnell darauf kommen, aber andere Wörter, in denen Vokale zu Umlauten oder sonstige im Englischen nicht mögliche Konstellationen im Onlinegebrauch verwendet werden, könnten ebenso Internetslang-erfahrene Nutzer aus der Bahn werfen.

Abschließend möchte ich noch ein Beispiel dafür erwähnen, und dieses ist aus der Gamerszene (spezifisch Counterstrike, das erneut seinen eigenen Fachjargon / Register hat) – ein Satz, den jeder Deutsche Spieler verstehen wird, aber so bei jedem Engländer einfach nur Ausrufezeichen hervorrufen wird.

„jo, geheadyt!“

Mehr über Internetjargon, und die Analyse dieses Zitates, morgen.

– Moritz

Cette semaine (du 16 au 23 mars) est la semaine de la langue française. Une occasion pour tous de (re)découvrir des mots, de jouer ou discuter autour des mots.
Divers manifestations, ateliers, expositions sont organisées dans toute la France mais aussi ailleurs.

Le français et la francophonie sont des enjeux culturels majeurs dans plusieurs pays. Le français est présent sur les 5 continents du monde, parlé par environ 175 millions de personnes (langue maternelle, langue secondaire…).
Le français a bien sûr un statut différent selon les pays: en France, il est la langue officielle inscrite dans la Constitution, en Tunisie, le français est la langue administrative. Certains pays sont même francophiles comme par exemple la Roumanie, l’Allemagne ou le Vietnam.
Le français est présent dans les instances internationales: il est une des langues officielles du Comité International Olympique, de l’Organisation des Nations Unies et on le sait moins, la seule langue officielle de l’Union Postale Internationale.
Alors ne boudons pas notre plaisir de parler français!

Liens:
Site officiel de la semaine de la langue française

-Maxime

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The discussion about the assimilation of German has continued – or, it has never stopped, for something to continue it would have to stop first. Ahem. The ongoing discussion has brought many bloggers to voice their opinions, and the latest blog that I stumbled over to voice its opinion was A Mind @ Play.

If you haven’t read the article (and I suggest you do, it’s good! And I’m not just saying that because it links to this blog, honest!), it reiterates most of the points I made earlier about Anglizismen, and expands on the same principle concerning French – also, it provides the other side of the coin, so to say, the view of an English native speaker, instead that of a German native speaker. For those of you that are continously interested in the debate, A Mind @ Play has more on the subject and also links many interesting articles of the subject – I could just link them, but that would steal all the glory away from that excellent article. Yes, I’m basically forcing you to read it, I know.

-Moritz