WORLD OF TEXT

Archive for August 2009

Hallo,

ich wollte mich nur mal kurz vorstellen:Ich bin Britta, die neue Praktikantin und werde in nächster Zeit, vorausgesetzt, mir fällt etwas ein, hier den einen oder anderen Artikel verfassen.
Bis denne
Britta

Hey everybody!

Just recently I had the opportunity to talk to a few people from the UK – Dumfries, Scotland, to be exact. Not to derail this article, but they had been asked to play the bagpipes at my aunt’s wedding, a request they fulfilled ever so graciously.

Now, this group consisted of 8 people from 15 to 84 years, so I had a nice demographic of current British (Scottish) dialect right there. My family already had me in mind when it came to communicating with them, so I practically talked to them all evening.

Now, the focus of my studies at University has been on American English, and although I try to speak as neutrally (that is, RP-style) as possible, I can’t help but use a few American expressions every now and then. To my surprise, however, these Scots thought otherwise – they asked me if I had been staying in London for a prolonged time, since I seemingly sounded very British. I replied that I’d never been to Britain, let alone London, so it must have been my Received Pronunciation that has been hammered into my head since fifth grade.

But that is the surprising thing – as far as I’m concerned, my English has developed quite a bit over the years, especially after I left school. To hear that I basically still sound like I just finished my A-levels (accent-wise) is quite confounding to me. One rarely listens to oneself, so I wouldn’t have bothered to see if I have an accent of a specific region (other than a faint German accent, as all non-native speakers of English have in this country).

Has this happened to you? People thought you were from XYZ, but instead you hail from a completely different part of the world? Comments!

-Moritz

Es wird oft behauptet, Französisch sei besonders schwierig zu lernen. Meiner Meinung nach, kann Französisch so ziemlich kinderleicht werden, wenn man berücksichtigt, wie nah Deutsch und Französisch zu einander stehen.
Zum Beispiel: „kinderleicht“ kommt von Kind. Etwas, das so leicht ist, dass auch ein Kind es erledigen bzw. lernen kann. Der französische Ausdruck dafür lautet: „être un jeu d’enfant“. Also „ein Kinderspiel sein“. Beide sind ziemlich ähnlich, oder? Wenn man eine Sprache lernt, lernt man zuerst die Farben, das Alphabet, die Zahlen. Deshalb erzähle ich euch heute einiges über Farben…und das durch ein paar Beispiele von Redewendungen oder Sprichwörtern.
Zum Beispiel: jeder kennt folgende Redewendung: „das Leben durch eine rosarote Brille sehen“. Nun im Französischen ist sie ähnlich: „voir la vie en rose“. Es läuft ebenso für viele Sprüche wie zum Beispiel „Nachts sind alle Katzen grau“: „la nuit, tous les chats sont gris“. „Vor Neid“ sind auch die Franzosen grün, da sie „verts de jalousie“ werden. Sowohl Franzosen als auch Deutsche sind vor Schwachheit „blanc comme un linge“, d.h. „weiß wie ein Laken“.
Aber es geht nicht so mit allen Farben. Zum Beispiel: „être vert de peur“ (grün vor Angst sein) entspricht dem deutschen „blass vor Angst sein“. Im Gegenteil zu den Deutschen sind die Franzosen blau…wenn sie Angst haben: sie haben eine „blaue Angst“ („peur bleue“), sprich: eine Heidenangst oder eine Mordsangst.
Aber glücklicherweise gibt es genug Berührungspunkte zwischen Deutsch und Französisch, und besonders viele Lehnwörter oder Wörter die in beiden Sprachen ähnlich sind. Bonbons, Monster, Pupille, Lampe, Fenster, Album, Tasse, Papier, Allergie, Telefon.
Doch muss man aufpassen, nicht alles zu verdeutschen. Zwischen der deutschen und der französischen Sprache gibt es nämlich sogenannte „Faux-amis“, die falschen Freunde:
•“sich blamieren“ heisst nicht „se blamer“ (sich etwas vorwerfen), sondern „se ridiculiser“
• eine Demonstration ist keine „démonstration“ im Französischen, sondern „une manifestation“
• „Klavier“ heisst nicht „clavier“: sondern „Piano“;“Tastatur“ ist „clavier“
• „groß“ nicht mit dem Wort „gros“ verwechseln…da könnte sich der Franzose etwa aufregen und euch eine ins Gesicht schlagen, sprich: „mettre une prune“, d. h. jdm eine Pflaume ins Gesicht schlagen.
Das war’s für heute!
Viel Spaß beim Französischlernen!
Bis bald!
Céline

Erst letztens stolperte ich über etwas, das die Suchmaschinentechnologie mit guter alter Wörterbuchdynamik kreuzt – Linguee.

Das ganze funktioniert im Kern so – eine Google-ähnliche Suchmaschine durchsucht das Internet nach dem Suchbegriff, und findet automatisch die auf verschiedenen Seiten benutzte Übersetzung des Begriffs. Laut Betreiber soll die Suchmaschine automatisch differenzieren, ob eine Übersetzung nun passend oder nicht ist, und entsprechend die Ergebnisse der Suche filtern.

Für mich stellt sich folgende Frage – jeder der mit Google mal nach etwas Obskurerem gesucht hat (Und ich schätze jeder hat mal in Google etwas gesucht, und dann doch nicht gefunden), weiß dass Suchmaschinen Limitierungen haben. Linguee ist keine Datenbank, die für ein Wort eine Übersetzung parat hat – es verlässt sich darauf, dass das Internet die Antwort für den Nutzer hat. Und bei den meisten simplen Vokabeln wird das sicher super passen, aber sobald man spezifischer wird, kann das ganze in die Hose gehen.

Der Umkehrschluss ist jedoch genauso wahr – der „Wikipedia-Effekt“. Das Internet besteht aus Leuten, die auf ihre Webseiten schreiben können, was auch immer sie möchten. Es gibt keine Qualitätskontrollen – deswegen kann man bei Google nicht einfach blind auf den ersten Suchbegriff klicken – das kann alles mögliche sein. Genauso wird es bei Linguee auch passieren (oder ist bereits so, ich gebe zu dass ich das ganze noch nicht extensiv getestet habe) – geben sie etwas ein, so kriegen sie von 100 Übersetzungsvorschlägen 80% Mist. Bei normalen Webseiten, wo sie genau wissen, was sie wollen, filtern sie die schnell heraus. Bei einer Übersetzung wissen sie ja nicht, was das Wort in der anderen Sprache bedeutet, woher sollen sie also wissen, welches nun das richtige ist? Linguee verspricht bessere Qualitätsfilter, aber das ist das Versprechen, das ganze Internet zu filtern – daran glaube ich nicht.

Linguee – Translation Search Engine

P.S.: Linguee gibt es derzeit nur in Englisch / Deutsch.

Ein neues Video!

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Dienstag verließ uns Romain, einer unserer französischen Praktikanten und World of Text Mitarbeiter. Er plant jetzt erstmal erholsame Wochen in Barcelona. Danke für die schöne Zeit Romain!

-Moritz

P.S.: Seid ihr auch an einem Praktikum bei WORLD TEXT interessiert, so meldet euch doch einfach per Mail, die ihr auf unserer Startseite rechts entdeckt 🙂

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On a less serious note, I wanted to give you a bit of German insight into beard nomenclature. Let me back up a bit – in a recent comment to one of our YouTube videos, someone commented on my ‚beardie‘ – that is, the small rectangle of hair under my lip. Now, I’m sure you are all familiar with the usual English nicknames for beards, of which I’ve already given you an example in the title. Without further ado, all the German beard nicknames I can think of:

Pornobalken
Schnauzer
Rotzbremse
Fliegenfänger
Rauschebart
Tasthaare
Bürste

That is all. If you have more to add, please do so in the comments section!

-Moritz