WORLD OF TEXT

Web 2.0 Giganten – YouTube.

Posted on: 12. November 2009

Ab und an rede ich in diesem Blog auch über Dinge, die sich ums Internet drehen (unser bevorzugtes Sprachmedium für den Blog ;)). Heute möchte ich mal einen Blick auf YouTube werfen.

YouTube existiert seit 2005 und ist zusammen mit MySpace einer der Web 2.0 Seiten, die sozusagen das „neue“ Internet eingeleitet haben. Die Idee ist wie früher immer noch die gleiche – User können selbstgefilmte Clips auf YouTube hochladen, um sie anderen Leuten zu zeigen oder einfach sich über ein neues Medium mit anderen Leuten verständigen zu können. Möglich gemacht wurde das durch immer schnellere Internetanschlüsse – mit DSL, Standleitungen und ähnlich schnellen Leitungen war es nur eine Frage der Zeit, bis Internet streaming / video sharing Realität wurde.

Wie wir alle inzwischen wissen ist User Generated Content (benutzergenerierter Inhalt) die Zukunft bzw. inzwischen die Gegenwart des Internets – kaum jemand kann sich seinen täglichen Internetaufenthalt ohne Wikipedia, imdb, YouTube, Twitter, MySpace, Facebook oder StudiVZ noch vorstellen. YouTube hat eine Monopolstellung in der Web 2.0 Nische – es ist die einzige Seite, die multimedia content, Videos, einbindet und sogar als Fokus der Seite hat. Wikipedia ist nur Text mit ein paar Bildern, und noch dazu als semi-seriöse Enzyklopädie sehr strikten Regeln unterzogen, YouTube hat eine gewisse künstlerische Freiheit zu sich – man findet Leute, die einfach lustige Clips ihrer Katze hochladen wollen, oder ihre Band promoten wollen, oder doch eine Collage ihrer Lieblings High Fives aus Scrubs machen wollen? Ausgenommen anstößige und Urheberrechtlich geschützter Inhalt kann jeder alles hochladen, egal wie sinnlos, egal wie groß (durch die letzten Verbesserungen an YouTube sind die Größenverhältnisse inzwischen so utopisch, das kaum ein Privatvideo YouTubes Anforderungen sprengen könnte).

Der letzte Punkt in dem YouTube herraussticht ist die gewerbliche Nutzung von Web 2.0 Content – Firmen haben bemerkt, dass die junge Internetgesellschaft besonders auf die oben genannten Seiten abfährt, und ist daher sehr erpicht darauf, den bisher unerschlossenen Markt für sich zu gewinnen. Wikipedia-Artikel werden mit positiven Quellen und Umschreibungen aufgemöbelt – Firmeneigene Twitter und Facebook Accounts sind Standard, ebenso einen Blog (die MySpace Seite ist inzwischen schon fast ausgestorben). Doch was macht man mit YouTube? Firmen wie BMG oder Sony können ihre Musikvideos dadrüber hosten, aber die würde man auch ohne „Offizielle Version“ problemlos finden, von daher eher nervig wenn BMG America es jemanden aus Europa verbietet, dass Video anzuschauen – damit vernichtet man eher potenzielle publicity. Alle anderen Firmen? Ja, nee. Die YouTube Community ist ein enges Feld und ignoriert Videos, die dadrauf aussind, einfach dumpf „Gewinn zu schlagen“. Kreativität und gute Umsetzung werden belohnt mit vielen Kommentaren und Zugriffen. YouTube ist derzeit das ehrlichste Web 2.0 Erlebnis im Internet.

-Moritz

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