WORLD OF TEXT

Bemerkungen zu unterschiedlichen Kaffee Gewohnheiten.

Posted on: 6. Juli 2012

Als Engländer sollte ich eher Teetrinker sein oder? Laut dem Stereotyp, glaube ich schon. Mein Getränk ist aber Kaffee. Naja, ich bin vielleicht ein Sonderling. Das mag wohl sein. Kann aber auch sein, dass eine Revolution in England unterwegs ist, denn viele Leute kehren sich von Tee ab. Vielleicht sollten wir das Recht der beiden Getränke auf friedliche Koexistenz respektieren, statt die beiden ständig gegeneinander auszuspielen. Nach allem, auch wenn ich Kaffee bevorzuge, trinke ich auch gerne Tee.

Immerhin, als gewidmete Kaffeetrinker, habe ich seit dem Anfang meines Jahres im Ausland ein paar Unterschieden von Land zu Land gemerkt. In England zum Beispiel, war ich fast von diesem Filterkaffee Konzept unbewusst – so fest eingewurzelt in unserer Kultur ist der Pulverkaffee. Ich hatte nur ein paar Mal Filterkaffee zuhause getrunken und ich gebe zu, dass ich von seinem etwas stärkerem Geschmack abgeschrocken war. Bezüglich meiner Kaffeevorzug beim Kaffeehaus: naja, ich wählte immer etwas, das viel Milch beinhaltet, um das Kaffeegeschmack zu dämpfen. Latte, Cappucino, Cafe au Lait, egal wie es beim Kaffeehaus genannt wurde, solange es möglichst wenig nach Kaffee schmeckte! Und Schaum natürlich, meine Tasse musste vor Schaum überquellen!

In Frankreich dagegen, als ich in meine möblierte Wohnung einzog, bemerkte ich sofort, dass in der Küche zwei Filterkaffee Maschinen lagen – eine kleine für wenige Tasse, und eine große für wenn es Besucher gab. So, beschloss ich meine Gewohnheiten zu adaptieren. Andere Länder, andere Sitten! Und nach viele Übung und viele Fehler, lernte ich endlich die perfekte Menge Kaffee für mein Geschmack zu verwenden. Und so begann meine Abhängigkeit. Es war als hätte ich bis dahin eigentlichen Kaffee nie getrunken. Endlich entdeckte ich warum entsteht diese Überzeugung, dass Kaffee aufweckt: bis dahin hatte ich echten, kräftigen, aufweckenden Kaffee nicht erfahren. Jetzt bin ich wach.

Aber dann, auf Besuch der Eltern von meiner Freundin, habe ich noch eine Entdeckung gemacht. Denn mit Filterkaffee, gibt es immer eine ziemlich lange Wartezeit vom Moment du die Maschine anschaltest, bis zum Moment die Kaffee in deine Tasse ist. Auch wenn diese Warte sich lohnt, kann das morgens unpraktisch sein, falls man verspätet ist. Aber diese Phänomen entnimmt alle Wartezeit. Von 0 auf Kaffee in wenige Sekunden. Es hieß Phillipps Senseo, und für mich repräsentierte es die Revolution. Man steckt einfach ein Kaffeepad in die Maschine, schaltet sie an und wartet dreißig Sekunden auf seinen Kaffee. Alles geht so schnell und die Menge von Kaffee ist jedes Mal gleich. Darin schwelgte ich.
Meine einzige Kritik der Franzosen war die Kaffeehäuser. Mein Bedarf nach Schaum und Milch wurde gar nicht bedeckt. Eigentlich wurde ich für Sonderling gehalten aufgrund meiner ständigen Nachfrage nach Milch. Immer, als ich mit Franzosen Kaffee trank, würden sie einen Espresso bestellen, die hieß eigentlich nur „café“. Denn für sie ist es so. Kaffee bedeutet Espresso. Ohne Milch. Ohne Zucker. Sehr klein und sehr Simpel.  Daneben saß ich mit meiner großen „grand crème“ (Milchkaffee), immer auf der Suche mehr Zucker hineinzufugen. So klar musste es gewesen sein, dass ich Fremde war…
Und dann kam ich nach Hause zurück, und fing wieder an mit dem Pulver. So geschmacklos und unbefriedigend war es, dass ich beschlossen habe, ich muss in eine Phillipps Magiemaschine sobald wie möglich investieren. Zumindest gibt es noch Teebeutel.

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