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Archive for the ‘Sprache – Französisch’ Category

Die Benutzung von Anglizismen in der deutschen Sprache ist heutzutage ein umstrittenes Thema (http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2010-02/deutsche-bahn-anglizismen). Neulich entschied die Deutsche Bahn nach der scharfen Kritik des Vereins Deutsche Sprache kontroverse Anglizismen wie „Call-a-bike“ oder „Kiss-and-ride“ mit deutschen Wortfügungen wie „Mietrad-Angebot“ oder „Kurzzeit-Parkzone“ zu ersetzen. (Ich muss hier auch sagen, dass ich als Englander ‚Kiss-and-Ride‘ nicht sofort verstanden habe. Meine Internet-Recherche zeigt, dass es vor allem in den Vereinigten Staaten benutzt wird.) Ich will nicht debattieren, ob Anglizismen im Deutschen gut oder schlecht sind, sondern zeigen, dass es, wenn man will, möglich ist, Anglizismen (und in der Tat alle Fremdwörter) zu vermeiden. Im Französischen gibt es, wie im Deutschen, viele Anglizismen und auch viele komische Scheinanglizismen wie le relooking (makeover; Typveränderung). Jedoch hat Frankreich immer versucht, „seine“ Sprache gegen fremde Einflüsse zu verteidigen. La Commission générale de terminologie et de néologie schafft jedes Jahr Hunderte Neologismen, um die zum Großteil mit Technologie verbundenen neuen englischen Wörter zu vermeiden. Überraschenderweise funktioniert dieses System ziemlich gut. Deshalb sagt man auf Französisch courriel statt E-Mail, logiciel statt Software. Man hört (oder in Wirklichkeit man hörte, weil jetzt alle einen iPod besitzen) un baladeur (Walkman) und man fährt mit einem VTT (Vélo-Tout-Terrain) und nicht einem Mountain-Bike. Diese Kunstwörter sind jetzt ein normaler Teil der Sprache. Sie sind erfolgreich, weil man schnell die französische Alternative formuliert und dann allen Medien den neuen Begriff benutzen. Die Werbung verwendet auch die neuen Ausdrücke, weil auch in der Werbung alle nicht-französischen Wörter übersetzt werden müssen. Es bleibt abzuwarten, ob neue Wörter wie éblaba (Chat) oder bolidage (Tuning), die während einer Fernsehshow gewählt wurden, in der Zukunft wirklich benutzt werden. Obwohl viele dieser Neologismen eindeutig nicht verwendet werden, ist es nichtsdestotrotz bemerkenswert, dass einige aus der Luft gegriffene Wörter zu einem normalen Teil der allgemeinen Sprache werden.

Da ich seit ein paar Tagen dabei bin, einen Stammbaum aus dem Französischen zu übersetzen, dachte ich mir, ich lasse euch an meiner persönlichen Horizonterweiterung teilhaben, was seltsame französische Vornamen angeht:

1. Scholastique
2. Euchariste
3. Cusebie
4. Godefroy
5. César Phoebus

Sensationell, oder?
Britta

Es gibt einen neuen Trend in der Comedyszene: Die parodistische Völkerverständigung.
Comedians eignen sich einen fremdländischen Dialekt an und nehmen auf diesem Weg das jeweilige Land aufs Korn- das aus dem sie vorgeben zu sein und das, in dem sie sich befinden. Sasha Baron Cohen war zuerst Borat, ein kasachischer Macho, der in Amerika sein Glück suchte, dann Bruno, ein schwuler österreichischer Modedesigner, der auch wiederum die Amerikaner, aber auch Israelis und Palästinenser aufs Übelste provozierte.
In dieser Tradition stürmt in Frankreich jetzt eine deutsche Kunstfigur den französischen Markt: Helmut Fritz.
Helmut
http://www.youtube.com/watch?v=rq6l-YGBwXo

Helmut beweist mit Derrick-Sonnenbrille, goldenen Turnschuhen und deutschem Akzent, dass außer Tokio Hotel noch andere Deutsche in Frankreich auf musikalischer Ebene Erfolg haben können.
In seinem Ohrwurm „Ca m’énerve“ oder besser „Sa me nerf“ nörgelt er auf französisch mit deutschem Akzent über die Pariser Schickeria. Er lästert über Mädchen, die sich in Größe 34 pressen, Ponys wie Kate Moss tragen und im Club Milliardaire ihr Geld verprassen.
Aber ist Helmut wirklich ein Deutscher?
Laut dem auf seiner Website veröffentlichten Lebenslauf wuchs er in Reinbek bei Hamburg auf, erbte 300 Millionen Mark und verprasste das dann alles auf Haute-Couture-Schauen und in Edelrestaurants in Paris.
Doch von dieser High Society ist er bald so genervt, dass er anfängt, sich seinen Frust von der Seele zu singen- und er wird ein Star.

So weit, so gut. Hinter der Kunstfigur steckt der Franzose Eric Greff, der sich, anders als sein offenherziges Alter Ego, bedeckt hält und Interviews nur als Fritz gibt. Von Greff weiß man nur, dass er 1975 geboren wurde, aus Béning-lès-Saint-Avold in Lothringen kommt, kaum Deutsch spricht und sich schon früher als Musiker versucht hat.

Doch auch in Deutschland gibt es (deutsche) Bands, die sich als Franzosen ausgeben: Zum Beispiel „Les Quitriche“, die wunderbare Chansons machen, die klingen wie aus dem Frankreich der 60er Jahre- und sich auch so stylen.

So, das war dann mein Beitrag für heute

Britta

Quelques mots pour prendre congé de World Text où j’ai passé 3 mois. Il est pour moi temps de retourner au pays des francs! Au cours de mon séjour à Schwerin j’ai eu l’occasion de jouer la touriste et ainsi découvrir les charmes de l’Allemagne du nord…Je m’en vais à présent faire la touriste dans mon pays natal!
Lorsque l’on voyage dans un pays étranger, on ne voit pas les choses du même point de vue que les autochtones. On est en fait beaucoup plus attentifs aux petits détails, aux différences, qu’on ne le serait dans son pays natal. Et pourtant, on a tout à gagner à faire preuve de la même curiosité dans son propre pays. Après tout, il y a également les fameuses différences régionales, que ça soit accent, architecture typique ou climat. Les partciularités nationales ont même parfois tendance à se recouper de pays à pays, aux frontières par exemple.

Je vous quitte sur ces mots, et souhaite à tous une bonne continuation.

Céline

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Es wird oft behauptet, Französisch sei besonders schwierig zu lernen. Meiner Meinung nach, kann Französisch so ziemlich kinderleicht werden, wenn man berücksichtigt, wie nah Deutsch und Französisch zu einander stehen.
Zum Beispiel: „kinderleicht“ kommt von Kind. Etwas, das so leicht ist, dass auch ein Kind es erledigen bzw. lernen kann. Der französische Ausdruck dafür lautet: „être un jeu d’enfant“. Also „ein Kinderspiel sein“. Beide sind ziemlich ähnlich, oder? Wenn man eine Sprache lernt, lernt man zuerst die Farben, das Alphabet, die Zahlen. Deshalb erzähle ich euch heute einiges über Farben…und das durch ein paar Beispiele von Redewendungen oder Sprichwörtern.
Zum Beispiel: jeder kennt folgende Redewendung: „das Leben durch eine rosarote Brille sehen“. Nun im Französischen ist sie ähnlich: „voir la vie en rose“. Es läuft ebenso für viele Sprüche wie zum Beispiel „Nachts sind alle Katzen grau“: „la nuit, tous les chats sont gris“. „Vor Neid“ sind auch die Franzosen grün, da sie „verts de jalousie“ werden. Sowohl Franzosen als auch Deutsche sind vor Schwachheit „blanc comme un linge“, d.h. „weiß wie ein Laken“.
Aber es geht nicht so mit allen Farben. Zum Beispiel: „être vert de peur“ (grün vor Angst sein) entspricht dem deutschen „blass vor Angst sein“. Im Gegenteil zu den Deutschen sind die Franzosen blau…wenn sie Angst haben: sie haben eine „blaue Angst“ („peur bleue“), sprich: eine Heidenangst oder eine Mordsangst.
Aber glücklicherweise gibt es genug Berührungspunkte zwischen Deutsch und Französisch, und besonders viele Lehnwörter oder Wörter die in beiden Sprachen ähnlich sind. Bonbons, Monster, Pupille, Lampe, Fenster, Album, Tasse, Papier, Allergie, Telefon.
Doch muss man aufpassen, nicht alles zu verdeutschen. Zwischen der deutschen und der französischen Sprache gibt es nämlich sogenannte „Faux-amis“, die falschen Freunde:
•“sich blamieren“ heisst nicht „se blamer“ (sich etwas vorwerfen), sondern „se ridiculiser“
• eine Demonstration ist keine „démonstration“ im Französischen, sondern „une manifestation“
• „Klavier“ heisst nicht „clavier“: sondern „Piano“;“Tastatur“ ist „clavier“
• „groß“ nicht mit dem Wort „gros“ verwechseln…da könnte sich der Franzose etwa aufregen und euch eine ins Gesicht schlagen, sprich: „mettre une prune“, d. h. jdm eine Pflaume ins Gesicht schlagen.
Das war’s für heute!
Viel Spaß beim Französischlernen!
Bis bald!
Céline

Kommentare erwünscht!

-Moritz

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Aujourd’hui, en cette belle journée du mardi 14 juillet 2009, nombreux sont les français qui ne travaillent pas et qui ont regardé ce matin le beau défilé de l’armée française sur les champs élysées, dont les troupes, passées en revue par M. Nicolas Sarkozy, ont marché fièrement au son de la musique militaire. Nombreux seront également les français à sortir ce soir, gilet sur les épaules, pour regarder le superbe (ou non) feux d’artifice préparé par la commune. Bref, vous l’aurez deviné, ce jour n’est pas un jour comme les autres puisqu’en ce mardi 14 juillet 2009, nous fêtons, en France ou ailleurs, la fête nationale française.

Concernant ce jour, mes souvenirs de jeunesse restent très présent : mes parents, exceptionellement à la maison en ce jour chômé, qui me disent de trier mes affaires de classe de l’année qui vient de s’écouler ( je tiens à rappeler que les écoliers français finissent en général l’année fin juin – début juillet) alors que moi, voulant profiter de mes débuts de vacances, je souhaitais trainer toute la journée, soit dehors, soit au frais sur le canapé avec une glace, en regardant le tour de France.

J’ai aussi le souvenir que les feux d’artifice, que je pouvais observer de chez moi debout sur une chaise, étaient l’occasion de comparer celui de mon village à ceux des alentours et ainsi de déterminer si cela avait fait partie des priorités financières de ma commune, tout comme on peut comparer les décorations de noël avant le 25 décembre en traversant les différents villages. Bref, même si je relate ceci avec un peu de sarcasme, ce jour là restait l’occasion de passer du temps avec ma famille en un beau jour d’été où l’on commémore non pas l’épisode sanglant du 14 juillet 1789, comme on pourrait le penser, mais la fête de la fédération du 14 juillet 1790.

Romain

Liens :

http://fr.wikipedia.org/wiki/F%C3%AAte_nationale_fran%C3%A7aise